Der vierte Meisterschaftslauf der Saison 2007 führte uns dieses Mal nach Niederbayern, genau genommen nach Rotthalmünster (Deutschland).
Die Anreise erfolgte bereits am Freitag, jedoch nicht mit Manuel (dieser war als braver Rekrut des österreichischen Bundesheers verhindert), sondern mit Erwin Puritscher als „Ersatzfahrer“. Die Ersatzfahrerrolle bezog sich jedoch nur auf Freitag, da Manuel glücklicherweise am Samstag dienstfrei hatte und somit den Renntag am Samstag bestreiten konnte.











Doch der Freitag war schon für jeden Fahrer eine Farce; der Bahnbetreiber stellte seine Bahn erst ab 13.30 Uhr zur Verfügung und das 10 Minuten/Stunde für jede Klasse mit Trainingsende 19.00 Uhr. Was man da an Setuparbeiten verrichten kann, kann sich jeder einzelne selbst ausmalen. Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass sich am Freitag das so sehr professionell arbeitende Intrepid Force Rotax Team etwas daneben benommen hat und immer wieder Fahrer in die Trainingssessions der anderen Klassen geschickt hat. Auf dieses Team komme ich dann in diesem Bericht (2. Rennen) noch etwas genauer zu sprechen.
Der Samstag begann dann pünktlich um 09.32 Uhr mit den freien Trainings, welche Manuel auf den Plätzen 9, 13 und 12 beendete.
Im Qualifying ging es dann wieder sehr knapp zur Sache, der angestrebte Top-Ten-Platz wurde nicht ganz erreicht, Rang 12 (Startreihe 6) war das Ergebnis.
Manuel hatte einen relativ guten Start zum ersten Lauf, doch noch vor der ersten Kurve gab es vor ihm eine Kollision. Manuel konnte ausweichen, doch mit seinem nicht von Glück gepachteten Rennjahr bekam er auf der linken Hinterachse einen Schlag und musste deshalb durch die Wiese – vorletzter Rang mit einer bereits großen Lücke nach einer Runde! Sicherlich mit einer gehörigen Wut im Bauch, startete Manuel eine Aufholjagd und die Lücke zu den Vorderleuten wurde von Runde zu Runde kleiner. Einige Konkurrenten hat er überholt, einige sind ausgeschieden, was schlussendlich Rang 11 (lediglich 5 Sek. Rückstand auf Platz 6) bedeutete.
Der Start zum 2. Lauf verlief ohne Probleme und Manuel kam als 10plazierter aus der ersten Runde zurück. Er hatte einige starke Leute hinter ihm, welche ihm das Leben schwer machten. In Runde 6 hatte Manuel einen Zweikampf am Ende der Start-Ziel-Geraden, welchen Manuel gegen Gerd Leroch verlor. Bereits eine Kurvenkombination später (aus meiner Sicht ist dort ein Überholen sehr schwer möglich) probierte es Kevin Reichard vom bereits angesprochenen Intrepid Force Rotax Team an Manuel vorbei zu gehen. Und nun kam was kommen musste; ein fürchterlich aussehender Unfall, in dem Manuel all seine Schutzengel auf seiner Seite hatte, seit er Motorsport betreibt. Reichard stieg mit seinem Kart auf und fuhr Manuel über die linke Schulter, verfehlte den Kopf nur knapp. Manuel drehte sich ins Aus und blieb für einen Moment in seinem Renngerät sitzen, stieg dann aus, riss sich den Helm vom Kopf und stapfte wutentbrannt über die lebensgefährliche und saudumme Aktion von Kevin Reichard Richtung Start-Zielgeraden. Unser Rennen war somit vorbei (Schaden: Kühler, Achsschenkel, Lenkrad, Spurstange, Frontschild), doch der Verursacher konnte sein Rennen fortsetzen. Kevin Reichard hatte nicht nur Manuel auf dem Gewissen, er fuhr weiterhin derart rücksichtslos und beförderte noch einige andere Fahrer ins Aus. Der Höhepunkt war sicher, als er in der vorletzten Runde einen famos fahrenden und bis dahin führenden Rainer Krenn ins Aus schickte. Auch hier war eine derartige Brutalität gegeben, welche nicht zum Rennsport gehört. Sowohl Manuel an der Hand, als auch Rainer Krenn (Schulter-/Nackenbereich) verletzten sich leicht. Nach der Aktion an Krenn bekam Reichard (wie auch schon zuvor sein Teamkollege Dominik Kraihammer) aufgrund ihrer rücksichtslosen Fahrweise von der Rennleitung die schwarze Flagge gezeigt, was die Disqualifikation von Lauf 2 bedeutete. Für meinen Geschmack viel zu spät, zumal diese Burschen immer wieder mit Scheuklappen vor den Augen fahren!
















Wie man sich vorstellen kann, löste diese Aktion der beiden Fahrer des Intrepid Force Rotax Team enormen Gesprächsstoff im Fahrerlager aus.
Wie auch einige andere Teams, behalte ich mir als Verantwortlicher des MTR-Racing Teams einen Start zum nächsten Rennen in Ungarn vor.

Thomas Füreder
MTR-Racing
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