Rechnitz im Südburgenland, wo der 4. Meiste-schaftslauf dieser Saison stattfand, war für alle Neuland, da diese Strecke erst im Frühjahr dieses Jahres erbaut wurde. Was uns schon bei den Testfahrten vor einigen Wochen aufgefallen war, hat sich bewahrheitet; wenig Grip, Strecke sehr kurvig und eng, Start-Ziel-Gerade zu kurz und dadurch gefährlich, aber dazu etwas später. Was uns an diesem Wochenende noch schwer zu schaffen machte war die extrem große Hitze (bis zu 37° C!), wobei man dazu sagen muss, dass unser Fahrer körperlich bzw. konditionell extrem stark beieinander ist, jedoch das restliche Team am Freitag- bzw. Samstagabend schwer angeschlagen war.





Der Trainingstag am Freitag verlief äußerst positiv und ohne Probleme. Es wurde ein ordentliches Setup herausgefahren, wodurch man sehr positiv dem Renntag entgegenblickte.
Der Samstag begann dann für uns ungewöhnlich spät (erstes freies Training um 9.27 Uhr), da dieser Meisterschaftslauf gemeinsam mit der Staatsmeisterschaft ausgetragen wurde und dadurch sehr viele Starter in den einzelnen Klassen genannt haben. Unsere Klasse war mit 27 Fahrern am stärksten besetzt, was natürlich erschwerte Bedingungen auf einer langsamen Bahn mit „Überholverbot“ (überholen war, ohne die Brechstange zu benutzen, nur mit einem Fehler des Vordermannes möglich) hervorrief. Mit dem Qualifying waren wir dann nicht ganz zufrieden – eine Zeit von 49.411 bedeutete nur Startplatz 14; zwar nur 0,3 sec. hinter dem
Fünftplazierten, aber das nützte uns nichts.

Der Start zum ersten Lauf verlief ohne Zwischenfälle, Manuel fand sich nach der ersten Runde auf Platz 12 wieder, musste aber im Verlauf des Rennens aufgrund leichter Motor-aussetzer noch zwei Konkurrenten ziehen lassen, was schlussendlich Endrang 14 bedeutete. Vor dem zweiten Lauf wurde eine Kleinigkeit am Motor geändert, und so wurde auch dieser gestartet.
Das Rennen war für Manuel leider schon in der ersten Kurve beendet, da er von seinem Hintermann torpediert und auf seinem vor ihm fahrenden Konkurrenten aufgeschoben wurde. Manuel hatte bei diesem Startcrash extremes Glück und konnte unverletzt aus dem Kart klettern; Sitz, Frontschild und Rennoverall wiesen leichte Schrammspuren vom gegnerischen Kart auf. Am Kart war „lediglich“ die Hinterachse stark verbogen, welche in der Pause zwischen Lauf zwei und drei gewechselt wurde.
Der Start zu Lauf 3 wurde dann etwas hinaus geschoben, da es im letzten Rennen zur Junioren-Klasse ebenfalls am Start ordentlich rumpelte und sich Laura Kraihamer dabei verletzte, wodurch der Rettungshubschrauber angefordert wurde. Glücklicherweise stellten sich die Verletzungen nicht so schwer dar und Laura war nach der Siegerehrung bereits wieder im Fahrerlager. Der Start zu Lauf drei verlief dieses Mal ohne Zwischenfälle. Manuel behauptete nach der ersten Runde seinen 14. Rang und attackierte ab sofort seine Vorderleute. Von heraußen sah man sofort, dass in diesem Lauf sein Kart sehr gut lag und der Motor ebenfalls sehr gut und ohne Aussetzer lief. Zwei gelungene Überholmanöver und ein Ausfall brachten Manuel auf Platz 11. Trotz sehr guten und konstant gefahrenen Rundenzeiten war leider nicht mehr möglich. Wie gesagt, ein Überholen mit der Brechstange machte keinen Sinn. Leider werden im modernen Motorsport immer wieder solche Retortenkurse gebaut, wo an ein Überholen nicht zu denken ist.




Abschließend muss man sagen, dass man sich sicherlich etwas mehr erwartet hat. Andererseits darf man aufgrund des stark besetzten Fahrerfeldes nicht unzufrieden sein, zumal gegenüber dem letzten Rennen in Deutschland sicherlich ein Aufwärtstrend zu verzeichnen ist.
Das nächste Rennwochenende findet in Pisek (CZ) statt.

Thomas Füreder
MTR-Racing
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