Der 2. Lauf führte uns dieses Mal nach Ungarn auf den Pannoniaring. Die Anreise erfolgte bereits am Donnerstagnachmittag, trainiert wurde jedoch nicht mehr. Am Freitag begann der Trainingstag um ca. 10.00 Uhr, wobei man dazu sagen muss, dass es nicht gerade ein erfolgreicher Tag war. Den ganzen Tag lang drehten wir uns mit der Abstimmung im „Kreis“. Nach einer kurzen Besprechung kam das gesamte Team zu dem Entschluss, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen katastrophalen Reifensatz handeln musste.
Wie sich am Samstag herausstellte, lagen wir mit dieser Vermutung richtig, dazu aber etwas später.




Am Samstag stand das erste freie Training bereits um 09.00 Uhr auf dem Programm, welches Manuel nicht gefahren ist, da die Strecke noch feucht war und es für uns keinen Sinn machte Regenreifen zu verheizen, zumal die Wettervorhersage trockenes Wetter prognostizierte. Das 2. freie Training wurde mit dem gleichen, schlechten Reifensatz vom Vortag gefahren. Mehr als Rang 12 und ein erheblicher Zeitrückstand war nicht drinnen. Für das dritte Training wurde eine Änderung am Kart vorgenommen, welche sich stark in der Zeit (Manuel war um 0,8 Sec. schneller als im Training davor) niederschlug, jedoch rutschte Manuel auf Platz 15 unter 21 Startern zurück. Mich persönlich beunruhigte der schlechte Platz nicht besonders, da einige Fahrer auf neuen Reifen draußen waren und Manuel noch immer auf seinen „Ladenhüter-Reifen“ unterwegs war. Pünktlich um 11.15 Uhr wurde dann das 10minütige Qualifying gestartet. Manuel erwischte nur teilweise eine freie Runde und wurde mit einer Zeit von 46,640 Zehnter. Dass das Feld sehr knapp beieinander lag, sieht man an den Zeitrückständen. Manuel fehlten lediglich 0,3 Sec. auf Platz 4! Platz 10 war nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht optimal, da der Pannoniaring eher eine Rennstrecke ist, auf der das Überholen eher schwierig ist und der Start nicht zu Manuels Stärken zählt – glaubte das gesamte Team zumindest bis zum ersten Lauf!

Wider Erwarten gelang Manuel ein guter Start und fand sich nach der ersten Runde auf Position 7. Das Fahrverhalten seines Renngerätes war exzellent. Manuel konnte locker mit der Spitze mithalten, als er ab der sechsten Runde die vor ihm liegenden Fahrer ziehen lassen musste und die Hintermänner rasch aufschlossen. Von heraußen merkte man sofort, dass Manuel mit fehlendem Grip zu kämpfen hatte und so musste er noch drei Kontrahenten vorbei lassen. Als Ursache konnte ein falscher Luftdruck im rechten hinteren Reifen lokalisiert werden. Wie dieser zustande kam, konnten wir bis heute nicht klären. Dann kam der Start zum zweiten Lauf und Manuel strafte seine Crew lügen was den Start anbelangt. Er „katapultierte“ sich vom zehnten Startplatz auf Platz 5 und attackierte in den ersten Runden pausenlos den vor ihm liegenden Ungarn Imre Ben. Nach hinten klaffte eine kleine Lücke, die jedoch ein stark fahrender Stefan Mauk relativ rasch zufahren konnte. Nach ein paar Runden gelang es schließlich Mauk an Manuel vorbei zu fahren und holte sich Rang fünf. Für die letzten Runden entbrannte nun ein Dreikampf zwischen Mauk, Füreder und Ortner um Platz vier (alle drei rückten einen Platz nach vor, da sich Dominik Kraihamer drehte). Schlussendlich setzte sich Mauk leicht ab, Manuel konnte Robert Ortner hinter sich halten und brachte Rang 5, lediglich 10 Sec. hinter dem Sieger, ins Ziel. Lauf drei ist aus unserer Sicht schnell erzählt. Wiederum ein sehr guter Start (von 10 auf 7), rundenlange Attacken auf dem vor ihm fahrenden Roman Pigisch. In der fünften Runde dann das Aus. Manuel war dicht an Pigisch dran, als dieser etwas zu früh die Kurvenkombination auf der Gegengeraden anbremste. Um nicht in Pigisch rein zu donnern entschied sich Manuel für den „Notausgang Wiese“ – das war´s.








Zu guter Letzt muss man mit diesem Wochenende sicherlich zufrieden sein, da der sechste Rang in der Gesamtwertung verteidigt werden konnte. Der nächste Lauf findet in Wackersdorf/Deutschland, einer der Lieblingsstrecken von Manuel, statt.

Thomas Füreder
MTR-Racing
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