Der 1. Meisterschaftslauf der Saison 2006 fand dieses Mal in Graz statt. Bereits am Donnerstagabend traten wir die Reise, mit neuem Renngerät im Hänger, nach Graz an. Im Winter wurde entschieden, dass wir den Ausrüster wechseln und auf Energy Racing Kart, betreut von der Firma Heitler-Karting, umsteigen. Anfang April wurde bereits ein Testtag absolviert, der allerdings nur für das Einfahren der Motoren diente.



Freitags um 09.00 Uhr fuhren wir an die Rennstrecke um den Trainingstag so früh als möglich zu beginnen. Da es bereits seit Donnerstag regnete und das ganze Wochenende Regen angesagt war, wurde sofort mit einer Regenabstimmung begonnen. Der gesamte Trainingstag am Freitag gestaltete sich als besonders schwierig, da die Rennstrecke abwechselnd feucht und dann wieder sehr nass war. Am späteren Nachmittag begann es dann derart zu schütten, dass wir das Training abbrachen, Schluss machten und ins Quartier fuhren.
Der Renntag begann, wie konnte es in Graz anders sein, mit Regen und wie sich später herausstellte, blieben die Slicks den ganzen Tag im Hänger. Somit war der Trainingstag am Freitag nun recht hilfreich, da sich Manuel in allen drei freien Trainings unter den Top-Ten bewegte, was unter 21 Startern ganz ordentlich war. Einen riesigen Wehrmutstropfen gilt es jedoch zu beklagen: Manuel hatte im ersten freien Training einen heftigen Abflug und schlug rückwärts mit seinem neuen Kart in die Reifenstapel ein. Gottlob unverletzt, jedoch mit einem irreparablen Schaden an seinem Renngerät. Der Rahmen wurde an der Heckpartie derart aufgebogen, dass eine Reparatur nicht möglich sein wird. Einer weiteren Teilnahme stand jedoch nichts im Wege, da im Regen keine sehr hohen Geschwindigkeiten gefahren werden.
Nun stand das Qualifying am Programm, wo Manuel mit einem 9. Platz zurückkam. Fünfte Startreihe geht absolut in Ordnung. Im ersten Lauf gelang ein mittelmäßiger Start und Manuel kam als Elfter aus der ersten Runde zurück. Was uns gleich auffiel, war die etwas unrunde Fahrt von Manuel. Wie sich jedoch nach dem ersten Lauf herausstellte, war ein etwas schwergängiges Gasseil die Ursache. Immerhin konnte noch der 10. Platz eingefahren werden. Die Ursache war jedoch schnell behoben und so wurde der zweite Lauf mit etwas größeren Erwartungen in Angriff genommen. Manuel kam als Neunter aus der ersten Runde zurück und spulte Runde um Runde ab, ehe ein Dreikampf zwischen Krenn, Mauk und Füreder entbrannte. Mauk griff nach der langen Geraden den vor ihm fahrenden Krenn an, verbremste sich jedoch und war somit, zumindest was diesen Kampf anbelangte, weg. Was vorher noch ein harter Dreikampf war, war nun ein Zweikampf zwischen Krenn auf Position 7 und Manuel auf Position 8. Schlussendlich hatte Manuel das bessere Ende für sich und fuhr einen sehr guten 7. Platz nach Hause. Der dritte und letzte Lauf des Tages wurde wieder von Startposition neun gestartet. Am Beginn des Rennens konnte Manuel aufgrund fehlenden Grip nicht ins Renngeschehen eingreifen. Erst ab Mitte des Laufes änderte sich sein Gripverhalten derart ins Positive, sodass er in kürzester Zeit auf dem vor ihm fahrenden Puritscher aufschloss. Nun begann ein rundenlanger, für uns abseits der Piste nervenaufreibender, Zweikampf. Die Positionen beider Piloten wechselten mehrmals, wobei Manuel das bessere Ende für sich hatte und wie schon in Lauf eins den zehnten Platz einfuhr.






Schlussendlich konnte in der Tageswertung der 6. Platz belegt werden, was uns natürlich für das nächste Rennwochenende in Ungarn hoffen lässt, eine noch bessere Platzierung erzielen zu können.

Thomas Füreder
MTR-Racing
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